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(Eifeler Zeitung) Erholung bei 100 Grad - im Schatten  (12. August 2003)

(Eifeler Zeitung) Erholung bei 100 Grad - im Schatten
"Es mag sich paradox anhören", berichtet Therme-Chef Stamos Papas lächelnd, "aber Saunen werden mittlerweile auch im Sommer zunehmend frequentiert."
Viele der Sommer-Saunabesucher schätzen nicht nur den Erholungseffekt von Schwitzen , Schwimmen und Sonnen, viele der Besucher nutzen das Saunieren auch als Vorbereitung auf Urlaube in besonders warmen Ländern.
Regelmäßiges Sauna-Baden, erklärt Papas, Vorstandsmitglied des deutschen Sauna-Bundes, fördere die Drüsenfunktion, das bei Hitze so wichtige Ausdünsten des Schweißes würde besser reguliert: "Man kann die Hitze einfach besser vertragen" - im Alltag wie im Urlaub. Zudem habe dies den durchaus angenehmen Nebeneffekt, dass so auf saunierende Weise die "gefürchtete Sommergrippe" weitestgehend vermieden werden könne.
Hinzu kommt, sagt ein durchweg begeisterter Stammgast aus der Nordeifel, dass es in der Roetgen-Therme "bei weitem nicht so überfüllt" sei "wie im Freibad"; denn mit unterschiedlich temperierten Schwimmbädern (und Whirlpools) innen wie außen kann auch Stamos Papas dienen: "Eine echte Alternative zum Kurztrip ans Meer oder an einen Baggersee", befindet ein anderer Gast.
Nun gibt Papas gerne zu, dass es wohl ein Glück sei, einen Betrieb solcher Art in der Eifel zu betreiben; zwar käme seine Kundschaft überwiegend aus dem Kreisgebiet, allerdings übe die Eifel und ihre ursprüngliche Natürlichkeit eine offenbar immer größer werdende Faszination auf Kurzurlauber aus, so dass sich selbst in der Woche, am Wochenende ohnehin, 20 bis 30 Prozent seiner durchschnittlich etwa 230 täglichen Gäste aus Touristen rekrutiere. Sein Besucherpotenzial weist eine erstaunliche Bandbreite auf, von der jungen Familie bis zum Rentner sei im Grunde jede Altergruppe vertreten: Vom Kind bis zum 70-jährigen.
Was für viele Erholungssuchende ein Segen ist, ist für Papas`rund 30 Angestellte alles andere als das: " Bei diesen Temperaturen ist unser Beruf harte Arbeit", lacht eine errötete Mitarbeiterin, die gerade einen Kräuteraufguss angerichtet hat. "Aber die Hauptsache ist, dass unsere Gäste sich wohl fühlen. Dem hat auch der Chef nichts hinzuzufügen.