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"Regelmäßigkeit ist das A und O"
Saunabaden ist zu jeder Jahreszeit ein empfehlenswerter, gesunder Genuss. In den Sommermonaten schätzen Kenner des Wechselbades besonders die prickelnde Abkühlung. Zusammen mit der trockenen Wärme im Saunaraum bewirkt der „Frischekick“ körperliche Erholung und psychische Entspannung. Nachhaltiges Wohlbefinden stellt sich ein.
„Die positiven Wirkungen der Sauna können sich nur dann optimal entfalten, wenn man sommers wie winters in die Sauna geht. Saunabaden bedeutet Wärme und Kühle plus eine hinreichend dimensionierte Ruhephase. Erst dieser Drei-klang kann das vegetative Nervensystem stimulieren, trainieren und den Körper abhärten“, so Prof. Dr. med. Karl-Ludwig Resch, Direktor des größten deutschen Forschungsinstitutes für Balneologie und Kurortwissenschaft (FBK) im sächsischen Bad Elster. Wer bei Hitze weitermache mit dem Saunabaden, dessen Kreislauf sei auch besser gerüstet für „tropisch“- heiße Tage. Das körpereigene Kühlungssystem funktioniere umso adäquater, je besser es in Übung sei. „Regelmäßigkeit ist dabei das A und O“.
In den Sommermonaten wird gerade die Abkühlung mit zirka zehn bis 15 Grad Celsius kühlem Wasser und das dadurch bedingte Frischegefühl von vielen als besonders angenehm empfunden. Der Schlauchguss, die Schwallbrause oder ein entsprechend temperiertes Schwimm- und Tauchbecken besitzen dann einen ausgesprochen hohen Erlebniswert. „Tropische“ Wetterlagen sind entgegen vieler Behauptungen in keiner Weise mit dem besonderen Klima in einem Saunaraum zu vergleichen. Dort herrscht eine angenehme trockene Wärme, welche die Blutgefäße in der Haut weitstellt und den Kreislauf nicht belastet. Bei gemessenen 95 Grad Celsius unter der Decke des Saunaraumes heißt das zirka 70 bis 75 Grad Celsius in Höhe der dritten Bank mit einer nur geringen relativen Luftfeuchte von fünf bis 15 Prozent. Maximal 15 Minuten sollte ein Saunagang bei diesen Klimawerten dauern; letztlich entscheidet das Körpergefühl. Der produzierte Schweiß – eine Abwehrreaktion des Körpers gegen die ihn bedrängende Wärme – kann auf den Schleimhäuten der Atemwege frei verdunsten und sie kühlen. Im Gegensatz dazu ist das Schwitzen an heißen Sommertagen auch mit leichter Bekleidung sehr viel unangenehmer, denn über der Haut hält sich eine dünne mit Wasserdampf gesättigte Luftschicht, die unter Umständen sogar einen lästigen Wärmestau provozieren kann.
Nach der letzten Besucherbefragung des Deutschen Sauna-Bundes saunabaden knapp 80 Prozent von 17.000 befragten Personen während des ganzen Jahres, 70 Prozent sogar im Urlaub. Als Belohnung winken ihnen körperliche Erholung, psychische Entspannung, Erkältungsvorbeugung und geselliger Badespaß. Den stimulierenden „Frischekick“ für Körper und Geist spüren 37 Prozent der Befragten, 58 Prozent zuerst das Frischegefühl und dann die später einsetzende wohltuende „Ermüdung“.
Sommerliches Schwitzen wird auf diese Weise zu einem erholsamen „Kurzurlaub im Alltag“.
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